Tijani Belkahia, 1966 in Bizerte/Tunesien geboren, kam 1984 als Stipendiat nach Deutschland. Er studierte Informatik an der Universität Passau und arbeitete in der Folge über zwei Jahrzehnte lang in leitenden Positionen bei großen amerikanischen Softwareunternehmen. Heute ist er selbstständiger Berater.

Parallel zur beruflichen Tätigkeit verfolgte er ein zweites Interesse: die Philosophie. 2023 promovierte er mit einer Arbeit über die politische Philosophie der Revolution; die Dissertation erschien als Fachpublikation. Ihn beschäftigt darin die Frage, unter welchen Bedingungen Revolutionen entstehen und gelingen, woran sie scheitern und in welchem Verhältnis zu bestimmten Ideen stehen, z.B. zum Fortschritt und zur Gewalt.

Diese Frage liegt nicht zufällig nahe: Sein Geburtsland Tunesien hat in seiner Lebenszeit zwei Erhebungen erlebt – die Brotunruhen von 1984, kurz vor seiner Ausreise nach Deutschland, und die Revolution von 2010/11. Die erste blieb folgenlos, die zweite veränderte das Land. Was diesen Unterschied ausmacht, ist eine der Fragen, an denen sich seine philosophische und seine literarische Arbeit gleichermaßen abarbeiten.

Er schreibt seit seiner Jugend, in verschiedenen Sprachen und bisher privat.

Er lebt in München, spricht Arabisch, Französisch, Deutsch und Englisch.

Schach spielt er seit seiner Jugend, im Verein und im Turnier.

Veröffentlichung

Praktiken der politischen Unterbrechung. Wie Revolutionen entstehen.

Hagen University Press, September 2025. Reihe: Sozialphilosophische Studien.

ISBN 978-3-9876749-5-2. Zum Buch bei Hagen University Press